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Pfarrer Manfried Rademacher segnet Jubiläums-Konfirmanden in der Friedenskirche

Administrator (admin) on Jul 24 2015

Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Jahrzehnte treu zur Kirche“

Liesa Wiebach, Ilse Rost, Margot Lunova, Margarete Köhler und Helmut Schmiel hatten sich zur Teilnahme am Jubiläums-Gottesdienst angemeldet, der mit dem feierlichen Einzug in die evangelische Friedenskirche begann.

Zum Gottesdienst gehörte der Predigttext aus Lukas 15, Verse 11-32. Und dort geht es um den verlorenen Sohn eines reichen Bauern, der, nachdem er einen Teil des Besitzes von seinem Vater erhalten hatte, sich in die Fremde absetzte und seinen Anteil dort in Saus und Braus verprasste. Als in der Fremde eine Hungersnot ausbrach und er sich als Schweinehirt verdingen musste, da reuten ihn seine Handlungsweisen und er dachte darüber nach, ob er nicht doch nach Hause zurückkehren solle, da doch sein Vater viele Arbeiter hatte und er sich bei ihm verdingen und dem Vater seine Schuld eingestehen und ihn um Vergebung bitten solle. Als der ihn endlich zuhause ankommen sah, lief er eilends zu seinem „verlorenen Sohn“, umarmte und küsste ihn und organisierte ihm zu Ehren ein großes Fest und beschenkte ihn mit neuen prächtigen Kleidern. Der Sohn erbat Vergebung von seinem Vater, die dieser ihm gerne gewährte. „Mein Sohn war tot, jetzt lebt er wieder, jetzt ist er wiedergefunden“, freute sich der alte Bauer. Dann kehrte sein älterer Sohn, der seinem Vater immer treu zur Seite gestanden hatte, von seiner Arbeit auf den Hof zurück und war natürlich entsetzt, als er hörte, dass sein Vater zu Ehren seines missratenen Bruders ein großes Fest veranstaltet habe. So wollte er gar nicht ins Haus gehen. Beim Vater klagte der älteste Sohn, dass er das alles nicht verstehen könne. Er habe ihm immer treue Dienste geleistet und habe niemals etwas Besonderes erhalten. „Ich habe wie ein Sklave geschuftet, nie war ich ungehorsam. Mir hast du auch nie einen Ziegenbock gegeben, damit ich mit meinen Freunden feiern konnte“. „Mein Sohn“, sagte der Vater, „du bist immer bei mir und dir gehört alles, was ich habe. Aber jetzt wollen wir uns doch über die Rückkehr deines Bruders freuen. Denn er war verloren und ist wiedergefunden“.

Der Prediger des Gottesdienstes fragte schließlich die Gemeinde, was denn dieses Gleichnis aussagen könne? „Der Vater ist Gott, der ältere Sohn, das sind die, die ihr Leben lang treue Christen waren und der jüngere Sohn, das sind die, die nach langer Distanz und innerlicher Abkehr zum Christsein zurück gefunden haben.

Ich hoffe, liebe Konfirmandenjubilare, dass Sie seit ihrer Konfirmation vor vielen Jahrzehnten immer nahe bei unserem Gott und Vater treue Christen waren, und ich hoffe, dass doch Sie und wir alle hier viel mit dem älteren Sohn gemein haben. Aber ich weiß auch, dass die Welt und ihr Verlauf viel bunter ist, als wir uns das vielleicht vorstellen können. Es muss zwar keinesfalls so schlimm ablaufen, wie dies beim jüngeren Sohn der Fall war. Doch auch er wird herzlich in den Arm genommen als er nach Hause findet. Denn Gott vermisst jeden, der sich von ihm entfernt hat und freut sich über jeden wieder zurückkehrenden Menschen.

Und Sie, verehrte Jubiläumskonfirmanden gehören unbedingt zu den wertzuschätzenden älteren Menschen, mit denen man noch so manches Feuer schüren kann. Denn Sie sind immer noch, oder wieder, nahe bei Gott. Sie sind im Leben und in Gottes Kirche gern gesehen. Deshalb stand Gott Ihnen jahrzehntelang treu zur Seite. Und Sie waren bei ihm und haben seinen Worten geglaubt. Ich hoffe, dass unsere jungen Konfirmanden in einigen Jahrzehnten auch sagen können, dass sie immer treu zu Gott und seiner Kirche gestanden und seine Treue erfahren haben“, hatte Pfarrer Rademacher gute Worte für die anwesenden Jubiläums-Konfirmanden gefunden.

Mit den wunderbaren, instrumentalen und gesanglichen Musikstücken, die Monika Lanz, eine Kirchenmusikerin der evangelischen Kirchengemeinde Weißenthurm für die Jubiläums-Konfirmanden und die ganze Gemeinde erklingen ließ, erhielten die Gottesdienstbesucher einen guten und aufbauenden Einblick in eine mögliche Gottesdienstgestaltung, der neue Beziehungen zu Gott und seiner Kirche herbeiführen bzw. solche wieder neue aufleben lassen kann.

Ein Glas Sekt sowie ein gemeinsames Mittagessen beendete schließlich diesen schönen Vormittag in der Friedenskirche bzw. im Paul-Schneider-Gemeindehaus, der zweifellos allen Beteiligten besonders gut tat.

 

 

 

 

 

 

 

Jürgen Gra

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Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Jahrzehnte treu zur Kirche“