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Gottesdienstbesuch der Jecken

Administrator (admin) on Mar 16 2017

Fastnachtsgottesdienst in Weißenthurm

Im evangelischen Kirchenjahr ist der Sonntag Estomihi der Sonntag vor der Passionszeit – also der Sonntag vor der Zeit, in der die Kirche des Leidens Christi gedenkt. Trotz und wegen dieses Ausblickes darf noch einmal richtig schön gefeiert werden.

Die evangelische Kirchengemeinde freut sich, dass die Karnevalisten vom Thur an diesem Sonntag die evangelischen Christen in ihrer Kirche besuchten. Das Thema dieses Gottesdienstes lautet deshalb: „Freude am Leben“. Manchmal vergeht einem die Freude am Leben. Das wollen wir keinesfalls ausblenden, denn gerade in solchen Situationen spüren wir, wie wohltuend die Gnade Gottes sein kann. Davon spricht das folgende Lied. Lasst uns gemeinsam singen „All Morgen ist ganz frisch und neu“. Dieses Lied kann die „Freude am Leben“ unbedingt deutlich machen. Karneval soll „Freude am Leben“ fördern. Dem Auftrag des Karnevals, die „Freude am Leben“ zu fördern, kommen Weißenthurmer Karnevalisten keinesfalls nur bis Aschermittwoch nach. Wir alle müssen auch danach schauen, wie wir Menschen unter ihren Masken und hinter ihrer Verkleidung die „Freude am Leben“ vermitteln können. Die Aufgabe des Karnevals ist also eine zutiefst christliche. Und sie macht gerade dann Sinn, wenn wir den Niedergeschlagenen aufhelfen. Leid und Freud sind aufeinander verwiesen. Auch unsere so schön kostümierte Gemeinschaft der Karnevalisten, hat viele Gründe zum danken. In ihr existiert so manche gute Kameradschaft. Vom Wagenbau bis zum Tanzen, vom Leiten bis zum Dienen, im Weißenthurmer Karneval werden viele gute Fähigkeiten von Menschen gefördert. Ja, aus vielen Gründen können wir Gott für den Karneval danken, auch wenn manchmal negativen Begleiterscheinungen damit einhergehen, die natürlich nicht zu diesen fröhlichen Tagen gehören“, betonte Pfarrer Manfried Rademacher in seiner Ansprache während des Gottesdienstes.

Zum jüdischen „Purim“ - Fest (Rettung der Juden in der Gefangenschaft) und unserem Karneval gehört, dass Menschen völlig aus sich herausgehen – und in eine ganz andere Figur schlüpfen. Karneval eröffnet Freiheiten. Das kann menschlich sein. Das kann gut tun. Das unterstützt die Bibel. Deshalb hätte ich gerne viel mehr Lacher in unseren Gottesdiensten. Die reine Freude kann uns immer auch dann weiterhelfen, wenn Gott bei uns ist und wir nicht unbedingt Lust auf lautes Feiern haben. Vielleicht können wir an dieser Stelle in unserem multikulturellen Weißenthurm auch von den Festen anderer Menschen etwas lernen und mit ihnen ihre Feiertage begehen“, betonte Pfarrer Manfried Rademacher in Ansprache und Predigt beim Karnevalsgottesdienst dieses Jahres in der evangelischen Friedenskirche.

Jürgen Grab

 

 

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