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Menschen aus dem Iran und Kasachstan wurden getauft

Administrator (admin) on Feb 21 2016

Erinnerungskerze für trauernde Familie angezündet

 

 

Menschen aus dem Iran und Kasachstan wurden getauft

Erinnerungskerze für trauernde Familie angezündet

 

Der Sonntag am ersten Februar-Wochenende 2016 war nicht nur für die evangelische Kirchengemeinde in Weißenthurm ein besonderer Tag. Er bedeutete vor allem für 8 junge Männer und 1 Frau (8 Personen kamen als Flüchtlinge aus dem Iran, eine aus Kasachstan) ein wichtiges Erlebnis in ihrem noch jungen Leben. Sie gehörten entweder keiner oder aber einer anderen Religion an und haben sich nun zum Christentum und hier wiederum zur evangelischen Kirche bekannt. Zur Vorgeschichte: Ein anderer junger Mann aus dem Iran lebt bereits längere Zeit als Flüchtling in Weißenthurm. Er ist als Asylsuchender anerkannt. Er hatte Kontakt mit Landsleuten aufgenommen, die in einer Unterkunft für Asylbewerber leben und auf ihre Anerkennungsverfahren warten. In Zusammenarbeit mit Pfarrer Manfried Rademacher wurde ein „Taufunterricht“ angeboten, der über mehrere Wochen andauerte. (Ein weiterer soll demnächst folgen). Hier wurden die grundlegenden, christlichen Glaubensinhalte, die christlichen Feiertage und deren Bedeutung besprochen. Auf der Grundlage des christlichen Glaubensbekenntnisses wurden die aufnahmewilligen Menschen aus den fernen, muslimisch geprägten Ländern mit den Sprachen Deutsch, Englisch und Farsi in evangelischer Religion unterrichtet. Nachdem sie alle bereits zuvor ihre Bereitschaft zur Aufnahme in die Evangelische Kirche bekundet hatten, wiederholten sie ihre Zusage mit einem eindeutigen „Ja“ bzw. „Yes“ während des sonntäglichen Gottesdienstes. Der Gemeindepfarrer zitierte aus der Bibel bei der Taufzeremonie: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden...“, was die Übersetzer in Englisch und der iranischen Sprache wiederholten.
Als Taufspruch hatte der Pfarrer zusammen mit den Täuflingen den 3. Vers aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 26 ausgesucht. Er lautet: „Bleibe als Fremdling in diesem Land und ich will mit dir sein und dich segnen“. Der Prediger ergänzte die Ausführungen mit dem Hinweis, dass die Männer als Fremdlinge gekommen waren und nun in Deutschland willkommen sind. Gemeinsam betete die versammelte Gemeinde und hielt Fürbitte für die neuen evangelischen Christen: „Herr, wir bitten dich nicht, dass sie immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wir beten
darum, dass sie immer wieder spüren, dass dein Name über sie ausgesprochen wird und du ihnen Schutz und Beistand gewährst. Du bist der Menschen Schöpfer, Vater, Hirte und Richter. Möge es so sein, dass die Täuflinge in deiner Kirche mit Freude und Engagement leben und im Glauben wachsen" ... Dann verharrten die Täuflinge und die Gottesdienstbesucher in der Stille als der Pfarrer die bekannten Worte sprach: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ und abschließend Gottes Segen mit den Worten spendete: „Der Gott des Friedens , der uns liebt und Hoffnung gibt, mache euch getrost und bestärke euch im Glauben in Wort und Werken. Mit der musikalischen Begleitung der Orgel übergab Pfarrer Rademacher die Urkunden. Presbyterin Claudia Klauer überreichte den Täuflingen jeweils ein Geschenk.
Seiner Predigt vorangehend hatte der Gemeindepastor das Gebetslied von Dietrich Bonhoeffer zitiert, das für viele Christen ein wunderbarer Text mit einer leicht zu erfassenden Melodie ist und sicher auch für die trauernden Angehörigen der Familien Kunzmann und Kniss ein tröstliches Lied darstellt. Der immer wieder zu Herzen gehende Text von Dietrich Bonhoeffer endet im Refrain mit den Worten:
„Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag“.

 

 

Jürgen Grab

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