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Glockenläuten Teil 2

Administrator (hwagner) on 26.01.2021

In „Der Paul Nr. 200 Dez - Jan“ fanden Sie den Artikel „Kirchenglockenläuten“. Ihn setze ich mit diesem fort.

 

Da der Geräuschpegel in Weißenthurm durch den seit dem Bau unseres Glockenstuhles vor 60 Jahren angestiegenen Autolärm anschwoll, und die Bebauung in ihr Richtung Gemarkungsgrenzen ausgedehnt wurde, wird unser Glockenstuhl schon lange nicht mehr der Funktion eines Glockenturmes gerecht. Mittels seiner Höhe, und seinen von Schalltrichtern umgebenen Glocken soll ein Glockenturm von oben herab den Menschen unten in der ganzen Gemarkung gedämpfte, klar erkenn- und unterscheidbare, wohlklingende Signale geben.

Diese Läutequalität erreicht unser zu niedriger, teils verhangener und mit der Witterung ausgesetztem Geläut versehener Glockenstuhl nicht. Schade, dass der einst neben der Kirche geplante Turm nicht realisiert wurde. Dadurch geriet sie zur best Verstecktesten weit und breit. Das ist ihrer Öffentlichkeitswirksamkeit abträglich.

Unser Glockenstuhl trägt 2 computergesteuerte Glocken.  

Leider läutete er sie wohl am 31.12. um 0 statt 24 Uhr. Dafür entschuldige ich mich. Unsere Glöcknerin, Küsterin Weber, kümmerte sich tags danach um die Behebung des Programmierfehlers. Sie ist bei Läutefragen Ihre Ansprechpartnerin (Telefon 2576).

Sie wird von der mit einem Wartungsvertrag an uns gebundenen Glocken- und Kunstgießerei Rincker unterstützt.

Diese goss 1954 unsere kleine Glocke. Die hier abgebildete ist wie die große innen mit einem Klöppel versehen. Ein außen angebrachter Hammer ziert sie nicht. Ihr ist neben dem Firmensiegel - einer stilisierten Glocke - ihrer Registriernummer und dem Gussjahr 1954 die Aufschrift „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet“ 2 aufgeprägt. Wer darüber nachdenkt, kann feststellen, dass hinter dieser Aufforderung Pauli Lebensweisheit steckt. Hören Sie künftig die Glocke, bedenken Sie das doch immer mal wieder.

Sie hing übrigens schon im heute noch existierenden Glockentürmchen über unserem ehemaligen Kirchraum in der Pielau. Als Anfang der 1960er Jahre die Kirche verlegt wurde in die Bethelstraße, zog die Glocke mit um.

Bald merkte man aber, dass sie für den neuen Standort in dem geplanten Glockenturm alleine zu schwach wäre. Also bestellte man unsere zweite Glocke, die große. Ihre Schalleigenschaften sind auf einen Glockenturm mit Schallgehäuse abgestimmt. Als Rincker die unten abgebildete Glocke 1965 goss, war aber der Bau des Turmes schon zu Gunsten des jetzt existierenden Glockenstuhles aufgegeben.

Der Stuhl steht nun direkt auf dem einstöckigen Gemeindehaus nahe seiner Oberlichter. Damit der Glockenklang nicht als zu dominant und störend empfunden wird, haben Glockenstühle normalerweise kleine Glocken oder Glockenspiele.  

In unserem hängt aber nun die in einen hohen Turm gehörende, große Glocke. Sie läutet da so laut, dass sie abgestellt werden muss, wenn wir direkt darunter eine Veranstaltung haben. Sie trägt neben dem Gussjahr 1965, der Registriernummer und der stilisierten Glocke der Glockengießerei Rincker die Umschrift aus 1. Kor. 1,30 „Jesus Christus ist uns von Gott gemacht zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heilung, zur Erlösung“. Damit passt sie zum protestantischen Grundsatz, nach dem man allein aus Glaube, allein aus Gnade und nur durch Christus gerecht und somit des Heils teilhaftig wird.

Unsere Glocken läuten nach der vom Presbyterium festgelegten und in der Sakristei einsehbaren Läuteordnung. Sie hat folgende Regeln:

1 Zum sogenannten Einläuten erklingt das volle Geläut am Tage vorm Sonn- oder Feiertagsgottesdienst um 18 Uhr zehn Minuten lang.

2 Das sogenannte Zusammenläuten beginnen beide Glocken 10 Minuten vor Gottesdienstbeginn. Dies gilt nicht für den Kindergottesdienst. Vor ihm läutet nur die große Glocke – und das nur 3 Minuten. Vor Trauungen und Taufgottesdiensten sowie Wochengottesdiensten erklingen beide 5 Minuten.

3 Mit der großen Glocke, der Vaterunserglocke, führen wir täglich um 12 und 18 Uhr das dreiminütige Gebetsläuten durch. Sie ertönt ebenfalls zum Vaterunser im Hauptgottesdienst. Erklingt sie um 11 Uhr 5 Minuten lang, haben wir den Tod eines Gemeindegliedes und seine Beerdigungsdaten im Schaukasten am Gemeindehaus gerade veröffentlicht.

4 Silvester läuten die Glocken von 24.00 bis 0.10 Uhr.

5 Karfreitag schweigen sie.

Und das tue ich nun auch.

Pfarrer Manfried Rademacher  

 

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Diese Seite wurde zuletzt geändert 02.06.2022 um 16:14 GMT, + 2 Stunde = MEZ.


 

In „Der Paul Nr. 200 Dez - Jan“ fanden Sie den Artikel „Kirchenglockenläuten“. Ihn setze ich mit diesem fort.