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Evangelische Kirchengemeinde Weißenthurm führte ihre Gemeindeversammlung durch

Administrator (admin) on Jan 17 2018

Weitere ehrenamtliche Mitarbeiter-innen gesucht

WEISSENTHURM (jab)

 

Im Anschluss an den von der Frauenhilfe gestalteten Gottesdienst trafen sich etliche Gemeindeglieder zur jährlich stattfindenden Gemeindeversammlung, die zuvor mehrmals sowohl in den vorangegangenen Gottesdienst-Abkündigungen als auch in diversen Presseorganen angekündigt worden war. Presbyterin Inge Schlauß hatte die Aufgabe übernommen über den Ablauf dieser Versammlung eine Niederschrift zu erstellen, wobei der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Manfried Rademacher in das Thema Gemeindearbeit einführte.

Er gab zunächst zum Ausdruck, dass im Verlauf der vergangenen Jahre ein Wandel in der Mitarbeiterstruktur festzustellen und zu verarbeiten ist. Rademacher berichtete, dass Gemeindemitglieder früher immer ehrenamtliche Gruppenleiter im Jugend- und Kinderbereich drei bis vier Stunden pro Woche zur Verfügung standen, wobei ihre Teilnahme an weiteren Veranstaltungen durchaus selbstverständlich war.

„Heute werden bereits Infoausträger, AWO-Mitarbeiter-innen des Seniorenzentrums, des Turnvereins oder Lehrer der Schule indirekt als informelle kirchliche Bezugspersonen in diesen Kreis mit einbezogen. Die gesellschaftliche Entwicklung spielt zudem eine große Rolle: Niedrige Geburtenraten, verstärkte Vielfältigkeit der Einwohnerschaft in der Stadt, Auflösung traditioneller Familienstrukturen bedingen eine Umstellung und eine Veränderung in der Kirche generell“, erläuterte der Gemeindepfarrer.

Inge Schlauß verwies in ihrem Protokoll darauf, dass zu diesem Thema Vorschläge und denkbare Lösungen diskutiert wurden. Dabei wurde angedacht, die ökumenische Arbeit zu Hilfe zu nehmen, wobei dies zum Beispiel bei gemeinsamen Schulgottesdiensten durchaus funktioniert. Gemeindeübergreifende Angebote wie in früheren Jahren bei Jugendgottesdiensten im Gemeindeverband könnten ebenfalls hilfreich sein. Erklärend vermerkte Frau Schlauß in ihrem Protokoll, dass zum Beispiel Gelder für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen, doch scheitert die Jugendarbeit auch am Mangel ausgebildeter Jugendleiter. Im Übrigen verdrängen Ganztagsschulen die außerschuliche Jugendarbeit der Konfessionen am Nachmittag und so haben Lehrer und AG-Leiter in diesem Bereich Formen der Jugendbetreuung übernommen und die sozialpädagogisch/religiöse Tätigkeit der Kirchen bleibt außen vor.

Die Kirche befindet sich im Wandel; es müssen neue Formen auch der Gottesdienste angeboten werden. Weitere besprochene Themenbereiche waren:

Hausgottesdienste finden in der Gemeinde bereits statt, auch regelmäßige Gottesdienste im AWO-Seniorenzentrum an der Berliner Straße werden im Wechsel mit katholischen Geistlichen angeboten. Ein Kindergottesdienst während des Gottesdienstes am Sonntag wurde angesprochen, auch abendliche Gottesdienste.

Pfarrer Rademacher wies schließlich auch auf die strukturellen Veränderungen und Stellenstreichungen im Gemeindeverband hin.

Bevor Barbara Ahrens als Kirchmeisterin einige Projekte des laufenden und des nächsten Jahres vorstellte, führte Inge Schlauß die personelle Situation des Presbyteriums an, die nicht zufriedenstellend sei.

Insofern sind verschiedenen Aufgabengebiete kaum abzudecken. Schon einzelne, kleine Projekte und Maßnahmen erfordern Zeit, wie z.B. Reparaturnotfälle im Kirchengebäude , bei den Gemeinderäumen und dem benachbarten Wohnkomplexen, wo weitere bauliche Ergänzungsarbeiten zu regeln waren, die Frau Ahrens mit beachtlichem Zeitaufwand organisierte.

 

In Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Gesell und Partner beginnen 2018 die aufgrund der Gebäudeanalyse ermittelten notwendigen weiteren Baumaßnahmen und Sanierung in der Pfarrwohnung, den Jugend- und Gemeinderäumen und im Mehrfamilienhaus.

Wie der Vorsitzende des Presbyteriums mitteilte, ist ein entsprechender Bauzuschuss beim Kirchenkreis beantragt worden. Rücklagen stehen zur Verfügung, dennoch belasten die Kosten den Haushalt sehr.

Während des ausgiebigen Gespräches in den Gemeinderäumlichkeiten wurden aus der Gemeinde heraus u.a. Ideen vorgetragen zur Finanzierungshilfe, zum Beispiel durch Sponsoring, durch Benefizveranstaltungen oder auch durch das Erbitten von Spenden bei Veranstaltungen mit freiem Eintritt.

Schließlich teilte Rademacher mit, dass sich die Kooperation mit der Koreanischen Gemeinde weiter positiv gestaltet hat und sich auch die ökumenische Zusammenarbeit in der Stadt zwar zögerlich, aber doch erkennbar weiter entwickelt hat. Gerne verwies das Presbyterim auf die regelmäßigen Eltern-Kind-Treffen im Gemeindehaus sowie auf die regelmäßigen Zusammenkünfte von Marlies Golz vom TV Weißenthurm mit den Frauen von der „Sitzgymnastik“, die immer ihren Spaß haben.

Zum Abschluss der Versammlung wurde noch über die aktivste Gemeindegruppe, die Frauenhilfe, gesprochen. Die Mitglieder kommen gerne zusammen, um gemeinsam zu singen, zu erzählen, zu beten und Ausflüge zu realisieren. Manchmal finden auch Themen- Programme statt. Leider fehlt der Nachwuchs, die Teilnehmerinnen sind zwischen 60 und 92 Jahre alt. Es wurde vereinbart einen Brief zur Werbung aufzusetzen und an weibliche Gemeindemitglieder ab 55 Jahren zu verschicken.

Inge Schlauß beendete ihre interessante und ausführliche Berichterstattung über die Gemeindeversammlung folgendermaßen: „Die Veranstaltung endete entspannt und wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen fortgeführt.“ Und diese Gemeinsamkeit schien allen Versammlungsteilnehmern ausgesprochen gut zu gefallen.

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