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Ein lebhaft-nachdenkliches Kindermusical mit Szenen aus dem Leben von Jesus

Administrator (admin) on Jul 19 2015

Jesus Christus wirft die Geldwechsler und Händler aus dem Hause seines Vaters

 

Weißenthurm. Nach einer längeren Probezeit war für die Kirchenmusikerin Monika Lanz und die Konfirmandenkinder die Zeit gekommen das Kindermusical "Gerempel im Tempel" in der Weißenthurmer Friedenskirche dem erwartungsvollen Publiklum vorzuführen. Das Kindermusical mit der Musik von Klaus Müller und Texten von Ilona Schmitz-Jeromin erzählt davon, wie Jesus die Händler aus dem Tempel von Jerusalem vertreibt. Heraus kam ein liebevoll arrangiertes Musical mit lustigen wie auch nachdenklichen Abschnitten, die von den 18 Mitwirkenden mit großer Freude und Engagement dargeboten wurden.
Zu Beginn des Musicals sangen die Kinder das Stück "Im Namen Gottes, der uns kennt, mit Namen dich und mich" und stellten sich den Zuhörern vor, um dann vom Marktgetümmel im Tempel verschiedene zur Geschichte passende Lieder zu singen. Sichtlich Spaß machte es ihnen die hektischen Erwachsenen zurechtzuweisen, welche sich im Tempel rempeln und stoßen und doch die Kinder ermahnen, ruhig zu sein.

Susanne Rademacher und der „Spielleiterin“ Monika Lanz nahmen die Jungen und Mädchen (zumeist Konfirmanden aus der eigenen Gemeinde) in ihre „Mitte“ und gemeinsam boten das Kinder-Musical mit vorgegebenen Texten und zahlreichen Liedern. Monika Lanz, die Organistin der evangelischen Kirchengemeinde, hatte das Musicalstück „Gerempel im Tempel“, während einer Konfirmanden-Rüstzeit sowie in sieben weiteren Proben mit den Kindern einstudiert und nunmehr den Eltern und anderen Besuchern vorgeführt. Dabei spielte sie die Gitarre als instrumentale Begleitung, wobei sie außerdem musikalische Einspielungen vom „Band“ mit einbrachte. Bei den diversen Ablaufepisoden schlüpften die Jungen und Mädchen in die Rollen der Händler, Bettler und Kinder und berichteten, was sie von Jesus gehört hatten. Das Geschehen in der Friedenskirche wurde innerhalb eines, von einer befreundeten Damen hergestellten Bühnenbildes dargestellt, wobei die mitwirkenden Kinder lange Gewänder und Kopfbedeckungen trugen, um die Besucher in die Zeiten Jesu zurückzuführen.

Zweifellos war die Szene als „Jesus“ die Tische mit den angebotenen Waren und Sachen und der Geldwechsler umwarf und mächtig wütend war über die Entweihung des Gotteshauses, einer der Höhepunkte der Aufführung, an der sowohl die Mitwirkenden als auch das Publikum ihre Freude hatten.

Die Jugendlichen berichteten von diesem Ereignis in ihrer jugendgemäßen Sprache und stellten sich natürlich auch die Frage, was Jesus denn so wütend werden ließ. Doch schließlich waren sie sich einig darin, dass der Tempel in keinem Fall zu einem Markt und Vergnügungspark werden darf, sondern immer ein Bethaus sein soll, in dem alle Menschen, auch Kranke, Arme, Kinder und Bettler willkommen sind. In ihren vorgetragenen Liedern (zum Beispiel „Wut tut manchmal gut“, „mein Haus soll ein Bethaus sein“ oder auch die Melodie mit dem Lied „Was ist da los ?“) brachten die Darsteller und Darstellerinnen häufig mit einfacher Sprache die Fragen und Erklärungen zum Ausdruck, die das Geschehen noch besser erläuterten. „Was ist hier los, was soll das bloß, das kann doch nicht wahr sein ? Da schmeißt einer die Tische um , die werden schief , die werden krumm, das ist schon sonderbar, was soll das bloß ?“, singen die Kinder, womit sie das Erstaunen der Händler und deren Entsetzen über Jesu Handeln zum Ausdruck brachten. Und so war die im Gespräch der Jugendlichen erzählte und dargestellte Geschichte einerseits und die weiter erläuternden Gesänge der Jungen und Mädchen zum anderen, immer unterstützt durch Susanne Rademacher und Monika Lanz, eine höchst lebendige und nachvollziehbare Handlung, die von den Aposteln in ihren Evangelien sehr anschaulich erzählt wird.

Bei allem Gerempel und Durcheinander, bei allen Vorwürfen und allem Ärger geben „Händler wie Käufer“ im Tempelvorhof gerne (zumindest in dieser Musical-Geschichte) an, dass sie durch dieses Geschehen „gescheiter, heiter und bedächtiger“ geworden sind . Ein Händler sagt sogar, dass er im Herzen reicher geworden ist. Und alle Beteiligten sangen fröhlich: „Fasst euch doch an die Hände, ohne Grenzen zwischen Groß und Klein, zwischen Arm u Reich, ohne Grenzen zwischen Gott und Mensch, dann hat die Streiterei ein Ende !“

Die Zuhörer und Zuhörerinnen freuten sich sehr über das Singen und Sprechen der Kinder, die sich alle sehr viel Mühe gegeben haben, um diese biblische Geschichte in einer jugendgemäßen-nachdenklichen Form nachzuspielen und durch ihre Art der Darstellung auch mögliche Hintergründe des damaligen Geschehens zum Ausdruck bringen konnten. Ein besonders herzlicher Beifall war die Anerkennung, die sich Monika Lanz und ihre Schar engagierter Jugendlicher redlich verdient hatten.

Folgende Jungen und Mädchen wirkten bei der Aufführung mit: Leonie Koch, Nico Auras, Paula Bartel, Alina Dück, Christian Geist, Max Jajkov, Eric Kniss, Justin Kniss, Martin Lebsack, Nicole Lehn, Xenia Malikov, Steven und Chris Nilkens, Julia Nuss, Angelika und David Schlak, Evelin Weigel, Jan Wucharz.

J. Grab

Foto: J. Grab

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Kommentare

Jan 16 2016

King

ALso ich finde das nicht ok. ich habe das stück gesehen und die Kinder sahen nicht so aus als hätten sie spaß dabei :(

Jesus Christus wirft die Geldwechsler und Händler aus dem Hause seines Vaters

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