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Die Reformationsstunde

Administrator (hwagner) on

Es war eine gute, besinnliche Stunde in der Kirche. An diesem Samstag-Abend 31. Oktober 2020 um 19 Uhr. Natürlich alles an die aktuellen Corona-Regeln angepasst. Auch wenn es schon einige Tage her ist. Und so manch anderer mit „Süßem“ und „Saurem“ an Halloween anderweitig beschäftigt war. Schön war, dass auch einige Konfirmanden und Katechumenen zu dieser Stunde gekommen waren. Das hat den Alters-Durchschnitt der Besucher doch sehr nach unten gedrückt.

 

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Rademacher wurde der Lebenslauf von Martin Luther vorgelesen „Es sind dreizehn Jahreszahlen und 95 Thesen, die Martin Luther charakterisieren“. Es war ein Samstag, an dem Martin Luther die 95 Thesen an das Hauptportal der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben soll. Also auf den Wochentag genau vor 503 Jahren. Die Lesung endete mit dem Satz „Ohne Martin Luther wären wir heute Abend nicht hier, ohne ihn wäre die Welt ärmer, ohne ihn wäre unser Pfarrer katholisch.“

 

Die Küsterin Frau Carmen Weber hatte den Kirchraum anlassentsprechend gestaltet. Unter anderem mit einer ansehnlichen Sammlung von alten Bibeln, die sonst verborgen ihr Dasein in unserem Archiv fristen. An den Wänden hingen Luther-Zitate, die der Pfarrer in die Heute-Zeit interpretierte. Und jeder Besucher hat eigene Gedanken zu einem von ihm ausgewählten Zitat formuliert. Diese hat dann der Pfarrer vorgelesen. So entstand eine Diskussionsrunde ohne Sitzrunde, aber eben coronakonform.

Unsere Organistin Frau Viktorija Windheuser spielte sowohl im „Klavier-Modus“ wie auch im „Orgel-Modus“ auf unserem neuen Kawai-Digital-Piano. Nachdem seit Monaten keine Orgelklänge in der Kirche zu hören waren, machten diese einmal mehr deutlich, dass Orgelmusik etwas Feierliches hat. Vielleicht ist zukünftig einfach die Mischung aus Klavier und Orgel richtig. Als Presbyter jedenfalls beruhigt, wie wichtig und zielführend die Investition in unser neues Digital-Piano war, auch wenn die Kassen immer knapper werden.

Auch das ist letztlich ein - wenn auch ein sehr materielles Zeichen - von kirchlicher Erneuerung. Pfarrer Rademacher betonte zum Ende der Reformationsstunde, dass, auch wenn die Reformation zu einer von Luther nicht gewollten Spaltung der Kirche in katholisch und protestantisch geführt hat, die Gemeinsamkeiten, die Ökumene und eine neue Zukunft heute wichtiger denn je sind.

Frank G. Eggert,

Presbyter

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Es war eine gute, besinnliche Stunde in der Kirche. An diesem Samstag-Abend 31. Oktober 2020 um 19 Uhr. Natürlich alles an die aktuellen Corona-Regeln angepasst. Auch wenn es schon einige Tage her ist. Und so manch anderer mit „Süßem“ und „Saurem“ an Halloween anderweitig beschäftigt war. Schön war, dass auch einige Konfirmanden und Katechumenen zu dieser Stunde gekommen waren. Das hat den Alters-Durchschnitt der Besucher doch sehr nach unten gedrückt.

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